Uji: Das Teeparadies um die Ecke

5. Juni 2022 0 Von maikesarah

Meine Gastfamilie lebt noch im offiziell der Stadt Kyōto zugehörigen Fushimi-ku. Dieser liegt mit der Keihan-Linie ca. 10 min. von Uji entfernt, der Kapitale des Macha. Am 27.04 bin ich mit einer Kommilitonin direkt nach der Uni mit der Keihan nach Uji gefahren, um Macha zu genießen und den Blauregen am Byōdo-in zu bewundern.

Blick von der Brücke über den Ujigawa

Der Byōdo-in ist einer der Nationalschätze. Seine große Halle, der einzige Teil, der die vielen Feuer überstanden hat, ist auf der 5-Yen-Münze zu sehen, die Figuren des Suzaku (der rote Vogel des Südens) auf den Giebeln der Halle auf dem 10.000-Yen-Schein zu sehen.

Gegen Ende der Heian-Zeit herrschte nicht nur der Genpei- Krieg in Japan, der Buddhismus leitete die letzte Phase seiner Zeitrechnung ein und der Amida-Buddhismus gewann an Popularität, um doch noch ins Nirvana eingehen zu können. Der Byōdo-in wurde durch Fujiwara no Yorimichi Amithaba Buddha gewidmet. Die zentrale Halle ist eine Replik des westlichen Paradieses und beherbergt neben dem großen Amida selbst auch 52 kleinere hängende Bodhisattvha Statuetten, von denen 28 im Museum ausgestellt sind (leider keine Fotos).

Der Blauregen war gerade noch in Blüte und sehr schön anzusehen und da wir nicht in die Phönixhalle gegangen sind, war es auch nicht wirklich voll.

Der Blauregen am Byōdo-in
Die Haupthalle

Direkt neben dem Tempelgelände gibt es einige Läden, die alles von Teedosen bis Machacurry verkaufen und wir gönnten uns etwas kleines zum Mittagessen, das sehr lecker war.

Machalatte, Machaeis, Taiyaki mit Machacrème

Über den Ujigawa ging es weiter zum Ujigami-jinja, an dem wir kurz vor Schließzeit ankamen, was noch für etwas umsehen und das obligatorische Goshuin reichte. Der Ujigami-jinja ist Weltkulturerbe und ein sehr schöner kleiner Schrein am Stadtrand.

Tōrii des Ujigami-jinja
Weltkulturerbe am Ujigami