Japan (jap. 日本 nihon) ist ein Inselstaat, der vor dem asiatischen Kontinent am pazifischen Feuerring gelegen ist. Die Inseln ziehen sich von Hokkaidō (北海道) im Norden bis nach Okinawa (沖縄) im Süden und haben damit gemäßigtes bis praktisch tropisches Klima. Die Lage am Rand der pazifischen Meeresplatte ist Ursache für einige aktive Vulkane, häufige Erdbeben und daraus resultierende Tsunamis (津波). Es existiert eine Taifunsaison und eine Regenzeit am Anfang des Sommers. Die Kirschblüte im Frühling und die Blätterfärbung im Herbst sind bekannte Attraktionen.
Die Geschichte Japans als Staatsgebilde beginnt um das 5./6. Jahrhundert zusammen mit der Einführung des Buddhismus und der chinesischen Schrift über Korea und China. Für eine lange Zeit ist das offizielle Regime eine Erbmonarchie, die ihre Abstammungslinie göttlich zurückführt, jedoch kaum politische Macht hat. Ab dem Ende des 12. Jahrhunderts sind die politisch Mächtigen die Shōgune, die Militärfürsten, die sich in Dynastien ablösen, während die kaiserliche Familie ein und die selbe bleibt. Ab dem 16. Jahrhundert ergibt sich direkter Kontakt mit verschiedenen europäischen Nationen, darunter Spanien, Portugal und die Niederlande, ist aber großteilig gegenüber dem Westen verschlossen. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgt auf Druck der Amerikaner schließlich die Öffnung nach Westen. Damit folgt eine rapide Modernisierung des Landes, das zu einer konstitutionellen Monarchie wird. Die wirtschaftliche Kraft Japans erhält sich in gewissem Ausmaß bis heute, obwohl der demographische Wandel im Land extrem ist. Mit einem aufkommenden Nationalgefühl ergeben sich auch imperialistische Ambitionen, die sich im Krieg gegen Russland 1905/06, der Besetzung Koreas, der Mandschurei und Taiwans äußern. Mit dem Krieg gegen und in China beginnt der Pazifikkrieg, der sich im Verlauf des 2. WK auf die südpazifischen Inseln, Südostasien und einen Konflikt mit Amerika ausweitet. Nach dem Ende des Krieges und unter amerikanischer Besetzung wird das politische System erneut modernisiert und säkularisiert. Es werden einige Streitigkeiten um Inseln mit Korea, Japan, Russland gepflegt.
Religiös dominieren Shintō und Buddhismus das Feld, stehen nebeneinander und sind miteinander verwoben. Weitere Konfessionen existieren in kleineren Prozentsätzen, man ist jedoch nicht religiös im europäischen Sinne, sondern eher passiv und auf besondere Anlässe bezogen.