Sommerurlaub Verlängerung: Nara
In Nara hatte ich meine Verspätung wieder vollständig aufgeholt und kam am Nachmittag an. Nach dem Check-In im Hostel (nettes kleines Haus) ging ich nur noch abends essen. Auch Nara war sehr leer. Ich merkte wieder einmal die Geräuschbelastung, da in der Einkaufsstraße, in der das Restaurant war permanent irgendein Lied vor sich hin dudelte. Dabei war die Straße praktisch geschlossen. Das Essen war unabhängig davon aber lecker.

Der vollständige Tag in Nara war voller Programm, allerdings lagen alle Ziele glücklicherweise nahe beieinander. Per Bus ging es zunächst zum Tōdai-ji. Dieser Tempel im Nara-Park ist v.a. für seine Kolossalstatue von Buddha bekannt (der historische), die zusammen mit einigen Bodhisattvas ein Ensemble bildet.




Auch der Rücken und die Lotusblätter der Sitze wären reich verziert. In Größe und Detailreichtum auf jeden Fall eine der beeindruckendsten Statuen bisher.


Durch den Park ging es zu Fuß zum Schrein des Tages, dem Kasuga Taisha, Hausschrein der Fujiwara und daher neben seinen über 3000 Laternen v.a. bekannt für seinen Blauregen (jap. Fuji). Der Park war sehr angenehm und die Rehe bedrängten nicht, solange man kein Essen bei sich trug. Der Schrein hatte tatsächlich sehr viele sehr schöne Laternen, der Blauregen war natürlich schon verblüht.





Zu Mittag ging es in ein kleines Teehaus, das sehr leckere Udon mit frittiertem Gemüse anbot, und das ich zur rechten Zeit erreichte, da es bald anfing zu regnen.

Weiter ging es nach dem Mittagessen noch zum dem Schrein zugehörigen Botanischen Garten, in dem natürlich nicht besonders viel blühte, aber trotzdem angenehm war, mit einigen Teichen und natürlich viel Moosen. Es gab auch eine kleine Nutzpflanzenabteilung.


Letzte Touristation des Tages war der Kōfuku-ji, der Haustempel der Fujiwara und einstmals einer der mächtigsten. Ihm unterstand einst die gesamte heutige Präfektur Nara und ein Großteil der Stadt war Tempelgelände. Leider durfte man innerhalb der Gebäude keine Fotos machen, aber die Schnitzfiguren in den Ausstellungen sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Viele sind aus dem 8. Jh. und es gibt eine sehr beeindruckende 1000-armige Kannon (88 geschnitzte) aus dem 12. Jh.. Jeder Arm hält etwas anderes und die Statue selbst ist vielleicht drei Meter hoch.


Abends ging ich noch in einem kleinen Restaurant Okonomiyaki essen und begegnete auf dem Rückweg einem Sika, das sich aber schnellstmöglich aus dem Staub machte.
