Sommerurlaub Teil 4: Hakone

29. August 2022 0 Von maikesarah

Nach Hakone ging es mit einem lokalen Expresszug der Odakyū Linie. Von Shinjuku aus durch die Vororte und hinein in die Berge. Der Zug war szenisch gemacht, die Vorstädte Tōkyōs weniger. Hakone ist der wohl bekannteste Naherholungsort Tōkyōs und bekannt für seine Onsen, den Blick auf den Fuji und einige schöne Schreine mit Tōrii im oder direkt am See. Die Temperaturen sind dort immer recht angenehm.

Die verschiedenen Zugmodelle
Zugstrecke

Mit dem Bus ging es über Serpentinen in Richtung Hotel, während sehr viele Leute gerade am Abreisen waren. Ich kam am Ende von Ōbon an, was hieß, dass die primäre Sommerurlaubszeit gerade vorbei war. Das Hotel war etwas ab vom Weg gelegen, hatte aber einen schönen Ausblick und ein hauseigenes Onsen. Das einzige Mal, dass ich mir einen Washitsu (Tatamiraum) gönnte. Es hat was, allerdings ist die Sache mit den Futon, bis man nicht praktisch direkt auf dem Boden schläft so eine Sache.

Zimmer mit Ausblick
Onsenbecken
Blick vom Zimmer

Den vollständigen Tag in Hakone versuchte ich maximal auszunutzen. Zuerst ging es mit dem Bus zum See und zum Hakone-jinja, von dem ich mir aber nur den wichtigsten Unterschrein anschaute. Dieser hatte ein sehr schön gelegenes Tōrii direkt am See.

Le moi im Tōrii
Eine kleine Brücke auf dem Weg
Gesamtansicht

Weiter ging es zur alten Zollstation aus der Edo-Zeit, die damals der Regulierung des Zugangs nach Edo (Tōkyō) dienen sollte. Waffen sollten draußen, Frauen von Daimyō als Geiseln drinnen bleiben. Die Station wurde bis zum Ende des 19. Jh. genutzt, später ausgegraben und nach einem Dokument aus dem 17. Jh. originalgetreu wieder aufgebaut. War ganz interessant, ich verstehe allerdings die anscheinende Obsession in solchen Nachbauten alles mit Puppen nachzustellen nicht wirklich.

Eingangstor zum Kontrollposten
Hauptgebäude
Ein kleines Eis mit Blick auf See Ashi mit dem Gipfel des Fuji im Hintergrund

Über den See ging es in einem sehr komischen Schiff. Aus einem mir unerfindlichen Grund sind die dieselbetriebenen Schiffe so angemalt und ausgestattet, als wären sie Segelschiffe. Selbst Segel sind an die Schornsteine drangeklatscht. Da aber alles aus Stahl oder anderem Metall ist, fand ich es wirklich eher seltsam als cool. Aber dank eines Touristenpasses für Hakodate war die Schifffahrt enthalten, daher nutzte ich sie aus.

Ansicht von außen (zu mehr Bildern konnte ich mich nicht zwingen)
Anderes Tōrii, diesmal im See
Blick von innen

Mit der Gondel ging es vom Seeufer in Richtung der Schwefelquellen im Ōwakudani, das die Quelle der lokalen Onsen und eine Schwefelmine darstellt. Dort gönnte ich mir auch ein Mittagessen und kaufte ein paar Souvenirs. Der Ausblick war schon recht cool, aber der Schwefelgeruch war erstaunlich schwach.

Tsukemen (Nudeln mit Dipsoße) mit Currysauce und Ginger Ale
SCHWEFEL
Ausblick von der zweiten Gondeletappe
Gondelausblick

Mit der Gondel ging es weiter in Richtung eines Tagesonsen, in dem ich mich noch etwas entspannte.

Fußbad

Am Tag der Weiterfahrt regnete es zunächst sehr stark, was meine geplante Abfahrt aber zum Glück nicht allzu weit verzögerte.

Wolken mit sehr viel Regen