Schreintour um Gosho und Uni
Ich hatte mir einige kleinere Schreine und Tempel rund um den Gosho und die Uni schon länger herausgeschrieben gehabt und nutzte einen schönen Dienstagnachmittag, um mir diese einmal etwas anzuschauen.
Zuerst ging es zum Shōkoku-ji, einem Tempel, der innerhalb eines größeren Komplexes direkt nördlich des Imadegawa Campus liegt. Er gehört zu den führenden Tempeln der Rinzai-Schule des Zen-Buddhismus in Kyōto und wurde recht in der Mitte der Kamakura-Zeit von Ashikaga Yoshimitsu errichtet. Wie so viele andere Tempel und Schreine brannte der Shōkoku-ji mehrmals nieder und der aktuelle Bau stammt aus dem 19. Jh. Neben schönen Momiji gab es auch ein recht schönes Museum mit saisonalen Ausstellungen aus der Sammlung des Tempels. Dort waren natürlich wieder keine Fotos erlaubt.



Weiter ging es zum Goryō-jinja, der noch etwas weiter nördlich gelegen ist. Dieser Schrein ist recht klein und auch recht alt, aber als Ort der ersten Schlacht der Ōnin-Kriege doch auch bekannt. Mit den Ōnin-Kriegen begann die Sengoku-Zeit. Der genaue Bauzeitpunkt ist hier unbekannt, aber es soll Kammu-Tennō dort eingeschreint sein.


Auf der Westseite des Gosho gibt es den Wildschweinschrein Goō-jinja. Wo normalerweise Komainu, oder bei Inari-Schreinen Füchse, den Eingang zum Schreingelände bewachen tun dies hier Wildschweine. Von den Ema über Omamori bis hin zu allen ausgestellten Dekorationen geht es hier um Wildschweine. Der Schrein begann seine Existenz als Familienschrein der Familie Wake, und erhielt seine Wildschweinthematik dadurch, dass einer Legende nach der Patriarch von einem vielköpfigen Wildschwein gerettet wurde, nachdem er im Exil durch einen Assassinen getötet werden sollte. Neben der Sammlung verschiedener Wildschweinobjekte lohnt sich hier ein Herbstbesuch auch für das saisonale Goshuin und die sehr schönen Ginkobäume auf dem Gelände.



Letzter Schrein des Tages war schließlich der Nashinoki-jinja auf der Ostseite des Gosho. Dieser Schrein ist recht klein und mit einem Gründungszeitraum um die Meiji-Zeit herum auch recht jung. Bekannt ist er aber eher nicht für die eingeschreinten wichtigen Perönlichkeiten, sondern für das Wasser der lokalen Frischwasserquelle. Eigentlich auch bekannt für seinen Klee hat er auch sehr schöne Herbstfärbung und ein nettes kleines Café, in dem man direkt unter Momiji sein Getränk genießen kann.

