Kōbe: Kitano und Chinatown

1. Oktober 2022 0 Von maikesarah

Ich wollte zwar schon länger nach Kōbe, habe es aber erst gegen Ende des Sommers geschafft, was angesichts der Temperaturen wahrscheinlich auch ganz gut war. Mit einem der Local-Züge von JR ging es in ca. 2 Stunden vom Kyōtoer Hauptbahnhof nach Kōbe.

Blick vom Bahnhof auf die Stadt

Zuerst sah ich mir das nördliche Viertel Kitano an. Diese ist bekannt für seine Häuser im europäischen Stil bekannt, wobei ich sagen muss, dass die meisten Häuser ähnlich authentisch aussahen, wie Takarazuka authentisch nach italienischem Theater aussah. Das soll nicht heißen, dass es nicht schön war. Die meisten der beworbenen Häuser waren im amerikanischen Kolonialstil und nach Nationalitäten ausgeschrieben, was dann die Tower Bridge und Baker Street nebeneinander in ein Haus steckte. Einige hatten aber auch nur die üblichen Plastikfassaden und Überschriften, die die Nationalität ausschrieben.

Das „italienische“ Haus
Jemand ein Couvenir?

Neben den Häusern gab es aber auch viele schöne Pflanzen und der Ausblick über die Stadt vom recht hoch gelegenen Kitano war schön. Da mein eigentlich anvisiertes Café leider zu hatte, gönnte ich mir die herbstlich saisonale Starbuckskombi aus Kürbis und Süßkartoffel, die sehr lecker war.

Zu Fuß ging es weiter zur Talstation einer Gondel, die von Shin-Kōbe aus in Richtung eines Botanischen Gartens (für den ich leider keine Zeit hatte) und eines Wasserfalls führte. Die Fahrt ermöglichte noch einmal einen schönen Überblick über die Stadt und ihren Hafen und nach unten lief ich. Der Weg war auf ungefähr eine Stunde angesetzt und so lange brauchte ich auch ungefähr mit einem kleinen Zwischenstopp zum Mittagessen. Der Wanderweg ist durchaus zu empfehlen, allerdings werde ich wohl nie verstehen, warum ein Staudamm als Teil der Sehenswürdigkeiten geführt wird.

Blick von der Gondel über die Stadt
Mittagessen mit Aussicht (Gebratenes Tōfu mit Ei)
Der Hauptwasserfall

Weiter ging es mit der Ubahn schließlich nach Chinatown, wo ich mir erstmal eine kleine Pause gönnte. Der eigentlich ausgewiesene Bereich war leider nur sehr klein, dafür aber die Häuser ganz schön. Nach etwas Herumspazieren fand ich in der angrenzenden Shōtengai (Einkaufsstraße) noch einen netten Second-Hand-Laden und entschloss mich, mir zum Abendessen noch das zu gönnen, was Kōbe so berühmt macht: Kōbe Beef. Bei Teppanyaki sieht man dem Koch dabei zu, wie er das Essen zubereitet, und trotz der leicht exorbitanten Preise eine Erfahrung wert. In der Nacht war die Beleuchtung in Chinatown nochmal so schön und mit dem Zug ging es schließlich wieder zurück nach Kyōto.

Eines der Eingangstore
Lecker lecker Fleisch und Gemüse (für nur 7000 Yen)
Der Hauptplatz bei Nacht