Finale Rundreise (Shikoku): Kōchi
Die zu ihrer Hauptstadt gleichnamige Präfektur Kōchi ist die größte auf Shikoku und die südlichste. Wie die anderen südlichen Präfekturhauptstädte Japans verfügt auch Kōchi über ein Schloss, was aber eines der am besten erhaltenen und am besten beschrifteten ist, die ich gesehen habe. Auch das zugehörige Museum ist auf jeden Fall einen Besuch wert und kann als Kombiticket den Eintritt ins Schloss verrringern. Da der Weg von Naruto mit dem Zug aber sehr lang war, kam ich leider erst gegen Abend an, weswegen ich am Abend nicht mehr besonders viel machte. Zwar war die Zugstrecke durch die bergige Mitte von Shikoku sehr schön, allerdings boten sich leider wegen der Spiegelungen der Scheiben der Züge keine besonders guten Fotomöglichkeiten. Außerdem waren ein Großteil der Züge Dieselzüge ohne Loks, was hieß, dass es sich anfühlte, als würde man in einem Bus auf Schienen fahren.




Am nächsten Tag ging es schließlich zu Schloss und Museum. Diese waren beide schön gestaltet, sind aber leider nicht wirklich ohne Japanischkenntnisse zugänglich, da zwar teilweise eine recht gute englische Beschilderung vorhanden ist, diese aber recht sporadisch verteilt ist. Das Museum hatte einige schöne Stücke aus der Sammlung der Daimyō-Familie, darunter Karten, Kleidung, lackierte Holzware und Rüstungen. Auch gab es Erklärungen zu Schlössern und ihrer Entwicklung in Japan. Im Schloss selbst war der zugängliche Bereich durch die begrenzten übriggebliebenen Gebäude etwas beschränkt, aber recht vollständig mit Ausstellungsstücken bestückt und mit Erklärungen bedacht. Auch hier hatte ich wieder exzellentes Wetter und einen schönen Ausblick, auch wenn man nicht wirklich viel abgesehen von Kōchi sehen konnte und alle japanischen Großstädte irgendwie gleich aussehen. Auch hier erwischte ich einige schöne Ume. Zum Abendessen gab es schließlich einen der leckersten Fische, die ich in Japan gegessen hatte (zusammen mit Unagi in Nagoya); über offenem Feuer leicht angebratenen Katsuo mit Zwiebeln und Knoblauch. In einer kleinen Portion ist das Essen nicht allzu teuer und die Portionsgröße angemessen, für alle Fischfans auf jeden Fall zu empfehlen. Außerdem sah ich mir noch einen kleinen lokalen Indoor-Markt an, der einige nette Souvenirs hatte.










