Finale Rundreise (Kyūshū): Beppu
Die letzte Etappenreihe meines Auslandsjahres in Japan war Kyūshū. Die südlichste der Hauptinseln Japans ist nicht ganz klein, aber vom Norden bis in den Süden reisten eine Freundin und ich im Verlauf von wieder zwei Wochen. Nach einem kurzen Gepäcktausch in Kyōto ging es per Flugzeug zuerst in die Präfektur Ōita, zur japanischen Hochburg der heißen Quellen: Beppu. Mit ungefähr 10 Prozent der gesamten japanischen Quellen dampft in Beppu selbst der Gullideckel und auf den umliegenden Bergen lassen sich Spuren von Lavaflüssen erkennen.

Am bekanntesten sind aber die sog. 7 Höllen Beppus, die zwar heiße Quellen sind, aber nur zum Anschauen und nicht zum Baden gedacht sind, wobei es in der Stadt natürlich auch jede Menge Onsen gibt. Die meisten dieser Höllen zeichnen sich durch besondere Farben oder Zusammensetzungen aus, wobei es auch eine gibt, in deren Wasser Krokodile gezüchtet werden, leider nicht gerade unter optimalem Haltungsbedingungen. Warum, das weiß ich auch nicht. Über der ganzen Stadt liegt außerdem ein leichter Schwefelgeruch.











Mit einem Kombiticket lassen sich die Höllen in zwei Tagen gut besichtigen, wobei wir am zweiten Tag zunächst noch auf den nahen Berg Tsurumi gingen. Auf diesem lag noch Schnee und dank ungebrochen klaren Wetters konnten wir landein- wie landauswärts sehr weit sehen. Der Berg hat neben kleinen Heiligtümern zu den sieben Glücksgöttern (von denen mir immer nur Bishamonten, Benzaiten und Daitokuten einfallen) auch einige kleinere Schreine, gute Aussichtsplattformen und einen schönen Rundweg. Leider waren wir zu früh im Jahr für die Bergsakura, konnten dafür aber auf der Fahrt nach oben einige Sika beobachten. Ein Ausflug auf den Berg ist von Beppu aus auf jeden Fall zu empfehlen.





Letzte Station, außer einigen Onsenbesuchen, war das Parfümmuseum Ōita, das wir eher zufällig durch einen Flyer entdeckten. Es war klein aber fein und hatte einige schöne Ausstellungsstücke aus China, Japan und Korea.

