Finale Rundreise (Kyūshū): Beppu

28. März 2023 0 Von maikesarah

Die letzte Etappenreihe meines Auslandsjahres in Japan war Kyūshū. Die südlichste der Hauptinseln Japans ist nicht ganz klein, aber vom Norden bis in den Süden reisten eine Freundin und ich im Verlauf von wieder zwei Wochen. Nach einem kurzen Gepäcktausch in Kyōto ging es per Flugzeug zuerst in die Präfektur Ōita, zur japanischen Hochburg der heißen Quellen: Beppu. Mit ungefähr 10 Prozent der gesamten japanischen Quellen dampft in Beppu selbst der Gullideckel und auf den umliegenden Bergen lassen sich Spuren von Lavaflüssen erkennen.

Anflug auf Kyūshū

Am bekanntesten sind aber die sog. 7 Höllen Beppus, die zwar heiße Quellen sind, aber nur zum Anschauen und nicht zum Baden gedacht sind, wobei es in der Stadt natürlich auch jede Menge Onsen gibt. Die meisten dieser Höllen zeichnen sich durch besondere Farben oder Zusammensetzungen aus, wobei es auch eine gibt, in deren Wasser Krokodile gezüchtet werden, leider nicht gerade unter optimalem Haltungsbedingungen. Warum, das weiß ich auch nicht. Über der ganzen Stadt liegt außerdem ein leichter Schwefelgeruch.

Durch die Dämpfe der „Meerhölle“
Zweites Becken der Umi Jigoku
Seerosen im Gewächshaus (thermalbetrieben)
Interessante Formen in der Bōzu Jigoku
Die dampfende Stadt
Die kochenden Becken der Kamado Jigoku
Die Lichtverhältnisse am Nachmittag sind wunderschön
Warum auch immer Krokodile in der Oniyama Jigoku
Das fast weiße Wasser der Shiraike Jigoku (mit tropischen Fischen)
Der bezeichnende Blutteich der Chinoike Jigoku
Der Geysir der Tatsumaki Jigoku wäre eigentlich 30 m hoch, allerdings ist er baulich eingedämmt, da auf Stadtgebiet gelegen

Mit einem Kombiticket lassen sich die Höllen in zwei Tagen gut besichtigen, wobei wir am zweiten Tag zunächst noch auf den nahen Berg Tsurumi gingen. Auf diesem lag noch Schnee und dank ungebrochen klaren Wetters konnten wir landein- wie landauswärts sehr weit sehen. Der Berg hat neben kleinen Heiligtümern zu den sieben Glücksgöttern (von denen mir immer nur Bishamonten, Benzaiten und Daitokuten einfallen) auch einige kleinere Schreine, gute Aussichtsplattformen und einen schönen Rundweg. Leider waren wir zu früh im Jahr für die Bergsakura, konnten dafür aber auf der Fahrt nach oben einige Sika beobachten. Ein Ausflug auf den Berg ist von Beppu aus auf jeden Fall zu empfehlen.

Blick in Richtung Bucht
Und ins Landesinnere
Schnee auf der Treppe, trotz 15 Grad
Und eine Maike im Schnee
Ganz auf dem Gipfel

Letzte Station, außer einigen Onsenbesuchen, war das Parfümmuseum Ōita, das wir eher zufällig durch einen Flyer entdeckten. Es war klein aber fein und hatte einige schöne Ausstellungsstücke aus China, Japan und Korea.

Auswahl an Duftstoffen
Koreanische Vitrine