Auf nimmer Wiedersehen Panoramawagen

27. August 2018 0 Von maikesarah

Die Duschen und Toiletten im Zug sind echt erstaunlich groß, doch wenn der Zug zu stark schaukelt ist es recht schwer angenehm zu  duschen. Am Morgen hielten wir in Jasper und ein Großteil der Gäste stieg aus. Wir sind dann auch ziemlich aus den Rocky Mountains raus. Der Bereich um den Nationalpark hatte naturtechnisch noch einmal einiges zu bieten. Kein Rauch, sondern teilweise alte Brandschäden und hauptsächlich Borkenkäferschäden. Die Güterzüge sind sehr beeindruckend, aber sie lassen den Zug aufgrund ihrer Länge auch einiges an Verspätung einsammeln. Mit Längen um 250 Containern, manchmal sogar doppelt gestapelt, müssen wir ihnen ausweichen, da alle das gleiche Netz benutzen, und die Güterzüge Vorrang haben. Beim Frühstück habe ich lustigerweise neben einer Japanerin auf ihrem jährlichen Großurlaub auch einen Österreicher, der eigentlich in Japan lebt, getroffen. Schon ziemlich random, wen man so im Zug trifft. Das Essen ist weiterhin sehr lecker, wenn auch recht schwer, für eine Zugreise, während der man nicht wirklich etwas machen kann. Nachmittags hatten wir dann einen etwas längeren Stopp in Edmonton, wo auch der Panoramawagen und einige weitere Waggons abmontiert wurden. Der Panoramawagen ist anscheinend aufgrund der höheren Belastung nur zwischen Jasper und Vancouver wirklich in Betrieb und wird daher in der nächsten größeren Station Edmonton abmontiert. Anhand der Aussicht kann ich es aber durchaus verstehen. Wir kommen jetzt in die Präriestaaten, und die haben nicht wirklich viel zu bieten, abgesehen von einigen sporadischen Seen und viiiieeel Ackerland. Der Zug hatte anscheinend so viel Verspätung eingeholt, wie der Zustand der Gleise zuließ, denn das Ruckeln und Schaukeln war so stark, dass man Schwierigkeiten hatte, gut einzuschlafen.