Antiquitätenmarkt am Tō-ji
Am ersten Sonntag im Monat findet an einem der bekannteren Tempel Kyōtos, dem Tō-ji eine Mischung aus Flohmarkt und Antiquitätenmarkt statt, auf dem von Kleidung über Messer bis hin zu alten Schallplatten und Überbleibsel aus der US-Besatzungszeit so ziemlich alles verkauft wird.

Der Tempel selbst ist neben seiner Pagode bekannt für mehrere 3D-Mandalas, von denen keine Fotos gemacht werden dürfen, es aber Bilder im Internet gibt. Auf dem eintrittsfreien Gelände gab es sehr viele verschiedene Stände, von denen ich für kleines Geld einiges an Haori erwarb. Da ich aber erst am Nachmittag ankam, waren auch schon einige wieder am Zusammenpacken.

Nach etwas Spazieren und Einkaufen machte ich mich zur Schatzhalle auf, die einige schöne Schriftstücke und kleinere Statuetten enthielt, in der man allerdings auch keine Fotos machen durfte. Der mit Kosten verbundene Teil des Tempelgeländes enthielt einen Gartenbereich mit Weeping Sakura und einigen Momiji, die aber leider erst ganz am Anfang ihrer Herbstfärbung standen. Die verschiedenen Hallen mit Mandala aus Buddha- und Bodhisattva- sowie Deva-Statuen waren sehr beeindruckend, vor allem die noch gute Qualität der zum Teil sehr alten und aus anderen Tempeln hergebrachten Kunstwerke. Selbst Zeichnen war in den Hallen allerdings explizit verboten und so gibt es leider nur Außenfotos. Es gibt von NHK aber auf Youtube eine schöne Kamerarundfahrt, auch ohne Japanischkenntnisse ganz schön. Über den November bis Anfang Dezember gibt es auch abends extra Beleuchtung für die Momiji, die ich aber wahrscheinlich nicht mehr schaffen werde.
