Sommerurlaub Teil 3 Tōkyō
Da ich von Hakodate aus erst am Mittag startete kam ich erst am Nachmittag in Tōkyō an, das sich zuerst durch die deutlich höheren Temperaturen und die deutlich höhere Luftfeuchtigkeit bemerkbar machte. Nach einem kurzen Weg zum Hotel traf ich mich zum Abendessen noch mit einer Kommilitonin. Wir gingen zu einem soliden indischen Restaurant, dessen Lammcurry zwar sehr gut schmeckte, dessen Portion aber leider etwas groß war.


Am nächsten Tag war die erste Adresse einer der höchsten Türme der Welt, der Tōkyō Skytree. Etwas teuer, dafür aber mit um die 400 m hohen Aussichtsplattformen und mehreren Souvenirshops ausgestattet, ist er einen Besuch wert, auch wenn die allgemeine Empfehlung für ähnlich guten Ausblick und weniger Kosten das Rathaus in Shinjuku ist (auf dem ich nicht war).





Weiter ging es in Richtung Asakusa, dem eher historischen Viertel Tōkyōs mit einem der bekanntesten Kannon-Tempel und seinem vorgelagerten Markt an Souvenirs und Süßigkeiten. Mit seinen riesigen Laternen ein wirklich schöner Anblick.






Final für den Tag ging es schließlich noch mit der Monorail im Loop nach Odaiba, da wir dachten, die Rainbow Bridge würde jede Nacht beleuchtet werden (Spoiler: Nur Dezember). Obwohl wir das also nicht sehen konnten, so gab es doch einen schönen Sonnenuntergang vom Strand. Für das Daikanransha dort hatte ich dann auch nicht mehr die Energie.



Nach einem Ruhetag, da ich in Tōkyō leider nicht gut schlafen konnte, ging es an Tag 3 in Richtung Shinjuku. Der Bahnhof war in Renovierung befindlich und deswegen nicht besonders ansehnlich. Also ging es direkt weiter zum Shinjuku Gyōen, einem recht großen Park mit verschiedenen Anlagen, in dem ich mir Mittag gönnte und den japanischen Garten mit chinesischen Pavillons betrachtete.




Weiter ging es zum nächsten Grünfleck und zum Meiji-jingū. Dieser Schrein ist nicht an Stelle der Gräber des Meiji-Tennō und seiner Gattin errichtet, sondern ihren Geistern gewidmet. Einige Bereiche des Schreingeländes wurden als Garten für die Kaiserin zu ihren Lebzeiten genutzt. Das Design des Schreins war deutlich moderner und erinnerte mit Fliesen und weiten Höfen an die Repräsentativität des Heian-jingū.



Vorletzte Station war Harajuku, das Modemekka des Kawaii und einstmals der Avantgarde. Ich war nur in der Takeshita-dōri, hätte aber mal Lust, mich führen zu lassen, von jemandem, der sich auskennt, da die eigentlich guten (und nicht so überteuerten Läden) garantiert nicht auf der Hauptstraße liegen.

Letzte Station des Tages war schließlich die Shibuya Kreuzung mit Hachiko. Fand sie jetzt nicht so außergewöhnlich, ist halt ne große Kreuzung, diese Art gibt es in Japan recht häufig. Es ist vor allem laut und bunt, da ALLE Gebäude die ganze Zeit verschiedene Werbespots laufen haben auf riesigen Screens. Mir gab die Kreuzung einfach nur dystopische Cyberpunk Vibes.

Am nächsten Tag kam eine weitere Kommilitonin in Tōkyō an und wir haben uns nachmittags nochmal für den Strand und den Sonnenuntergang nach Odaiba aufgemacht. Dieser war noch viel schöner als der erste, auch wenn hier meine Handykamera die Sättigung teilweise wirklich auf Maximum aufgedreht hatte.



Danach ging es dieses Mal tatsächlich noch auf das Daikanransha, von dem wir neben der Stadt auch einen riesigen unerwarteten Blutmond sahen.


Der letzte vollständige Tag stand im Zeichen des Nostalgie. Sailor Moon wird 2022 30 Jahre alt und im Herbst kommt die letzte Staffel des Anime Reboots raus. Zur Feier dessen gab es in Roppongi eine Sailor Moon Ausstellung. Da für beide von uns Sailor Moon der erste Anime war, natürlich eine Muss Adresse. Die Ausstellung war sehr schön; abgesehen von Kostümen aus den Musicals gab es jede Menge Konzeptzeichnungen zu Anime und Manga, Poster und Charakterstudien. Der Museumsshop war leider enttäuschend, aber das Café war exzellent gemacht.







