Sommerurlaub Anfahrt

28. August 2022 0 Von maikesarah

Da es in Kyōto im Juli sehr warm und schwül war, und der August nur noch schlimmer zu werden versprach, machte ich mich gleich am ersten August auf Richtung Norden, genauer gesagt in Richtung Sapporo. Disclaimer: Da sie in meinem Gepäck keinen Platz mehr hatte, konnte ich leider meine große Kamera nicht mitnehmen und daher sind meine Bilder leider gerade im Zoom manchmal nicht ganz so schön wie sie sein könnten. Außerdem dreht das Handy die Sättigung gerne mal etwas auf, was einige Bilder leuchtender als in natura aussehen lässt.

Um bis dorthin zu gelangen ist allerdings einiges an Zeit erforderlich, weswegen ich schon um 6 Uhr aus dem Haus ging. Zunächst ging es vom JR Bahnhof Kyōto mit dem Nozomi (Zugmodell) Shinkansen Richtung Tōkyō. Die Shinkansen sind, wie schon in genügend Artikeln und auf anderen Plattformen beschrieben wurde, sehr schnell, pünktlich und sauber. Die Toiletten sind fast schon richtige Badezimmer. Was mir allerdings noch aufgefallen ist, war der deutlich größere Beinraum, den auch Sitze in der zweiten Klasse hatten und dass es in den meisten Zügen Abteile gibt, die nur für reservierte und nur für nicht reservierte Sitze sind, was ziemlich cool ist. Die Lehnen sind leider häufig etwas zu kurz geraten für mich gewesen. In den Tōkaidō (Linie) Shinkansen (Ōsaka – Tōkyō) gibt es auch richtige Raucherräume in einigen ausgeschriebenen Abteilen.

Bis Tōkyō in einer Mischung aus städtischem und
eher ländlichem Gebiet
Der Umstieg in Tōkyō

Am Bahnhof in Tōkyō, das ähnlich heiß wie Kyōto aber nicht ganz so schwül war, holte ich mir noch schnell ein Ekiben (von Eki=Bahnhof und Bento) zu Mittag und nutzte die Pünktlichkeit und damit ausreichende Umsteigezeit, um mir den Bahnhof noch etwas anzusehen.

Weiter ging es im Tōhoku-Hokkaidō Shinkansen bis nach Hakodate, dem nördlichen Ende aller Shinkansen. Die Fahrt nahm über vier Stunden in Anspruch, von denen aber eine praktisch nur die Tunneldurchfahrt von Shin-Aomori bis nach Hokkaidō in Anspruch nahm.

Ein paar erste Eindrücke von Tōkyō
Stadt der dreigeschossigen Verkehrslinien

In Hakodate musste ich mir schließlich noch für die letzte Etappe ein Ticket für den 特急 (tokkyū), den Schnellzug kaufen. Der Hakodate-Hokutō Express bedient genau die Strecke Hakodate – Sapporo und braucht für die Fahrt ca. 4 1/2 Stunden. Durch den Regen und angenehme 24 Grad ging es sehr angenehm durch viele Wälder und halbleere Industriestädte.

Das Gleis in Hakodate
Blick auf den nördlichen Pazifik
Der Express von innen, sehr komfortabel
Meer Pazifik (ich bin echt schon zu lange in Japan)
Bahnhof schon fast wie in Deutschland

In Hakodate abends angekommen checkte ich nur noch im Hotel ein, holte mir beim Konbini ein kleines Abendessen und entspannte etwas in der Badewanne.

Reicht zum Sitzen und hat wie alle Business Hotels Duschzeug im Preis mitinbegriffen