Konzerte und natürlich „What passing bells for these…“

12. November 2015 2 Von maikesarah

Sorry für die Verspätung, aber ich habe leider nicht früher Zeit gefunden. Manchmal versteckt die sich eben und man muss sie suchen.

Letzte Woche waren die Konzerte der Chöre sowie der Bands und der Streicher, wobei Vokal- und Instrumentalmusik getrennt waren.

Was mich wohl am meisten beeindruckt hat war die Masse an Blasinstrumenten, die in den Bands vorhanden war. Die Streicher bestehen ungefähr aus 15-16 Personen (2 Celli, 2 Bassi und 10-11 Violinen). Dagegen bestand schon allein die Junior Concert Band aus 71 Leuten. Das schließt Klarinetten, Oboen, Querflöten, Saxophone, Trompeten, Posaunen, Tubas sowie Schlagwerk mit ein. Das macht ganz schön Sound. Außerdem gibt es dadurch auch eine viel größere Instrumentenvielfalt. So hat man nicht nur ein paar Altsaxophone, sondern auch Tenorsaxophone und eine ähnlich aussehende Variante von Klarinetten (weiß nicht wie man die nennt). Auf jeden Fall ist die Fokussierung der Musikrichtung hier genau umgekehrt zum Hebel. Alles auf Jazz anstatt Klassik. War aber richtig cool!

Bei den Chören waren einige Stimmen im Junior Kammerchor sehr interessant (Soli etc.) und allgemein war die Qualität sehr gut. Einzig und allein Vocal Jazz hatte einige Probleme, legte aber dann doch eine gute Performance von „Billie Jean“ hin. Zur Chormusik müsste es einen Link geben, falls ich den finde werde ich ihn euch zukommen lassen.

Nun also zum zweiten Teil des Titels, den bestimmt nicht alle verstanden haben. Es ist eine Zeile eines Gedichtes von Wilfried Owen, einem englischen Soldaten des ersten Weltkrieges, der verschiedene Gedichte über den Kampf geschrieben hat und leider auch in diesem starb. Jedoch fand ein Mitstreiter die Gedichte und ließ sie in einer englischen Tageszeitung veröffentlichen. Einige dieser Zeilen sind im „War Requiem“ von Benjamin Britten enthalten. Sehr beeindruckende Musik, nur zu empfehlen. Worauf ich hinaus will ist der, für mich noch, heutige Tag, der elfte November: Remembrance Day. Der hat nämlich einen starken Bezug zum Großen Krieg, und auch wenn in Kanada eher kanadische als englische Dichter zitiert werden, so hat das Ganze doch seinen Bezug zueinander. Gestern war die  zugehörige Zeremonie an der Schule und ich muss sagen, dass mich diese schon beeindruckt hat, wobei ich als Chormitglied mitgeholfen habe. Interessanter patriotischer Umgang mit dem Thema Krieg und „killed in action“.