Philosophenweg

6. Juni 2022 0 Von maikesarah

Das Wetter am 30.04 war wieder deutlich besser und so machte ich mich in den tempelreichen Osten der Stadt auf, um vom Ginkaku-ji zum Nanzen-ji entlang des Philosophenwegs zu laufen. Dieser heißt tatsächlich so, weil alle 5 Meter ein Schrein oder Tempel an seinem Rand zu finden ist.

Gegenüber vom Kinkaku-ji gelegen wurde der Ginkaku-ji (Tempel des silbernen Pavillons) zwei Generationen nach dem vorherigen von den Ashikaga-Shōgunen errichtet. Beide waren als Residenz erbaut worden, die nach dem Tod ihrer Spender als Tempel genutzt werden sollten, was auch geschah. Analog zum Gold im Westen sollte der Ginkaku im Osten mit Silber überzogen werden, es herrschte jedoch Bürgerkrieg und genügend Geld wäre so oder so nicht da gewesen. Der Pavillon war somit nicht ganz so beeindruckend, der Garten aber sehr schön und der Ausblick auf die Stadt exzellent.

Karte des Tempelgeländes
Pavillon (der bezeichnende ohne Silber)
Ausblick auf den Garten
Ausblick in Richtung Westen

Nach einem kleinen Snack in Form eines Softeis‘ ging es dann los mit dem eigentlichen Weg. Trotz der Golden Week war er fast menschenleer und führt beschaulich an einem kleinen Kanal entlang mit Bäumen abgeschattet und einigen kleinen Läden und Cafés. Wenn man sich etwas Zeit lässt, aber nicht jeden einzelnen Tempel anschaut, braucht man ca. 1 1/2 Stunden vom bis hinunter zum Nanzen-ji, und diese lassen sich wunderschön genießen.

Ausblick über die Stadt

Am Nanzen-ji bin ich leider erst eine halbe Stunde vor Schließzeit angekommen und hatte daher nicht mehr die Zeit das gesamte Gelände zu besichtigen. Für den Nanzen-en und einen kurzen Rundumblick hat es aber noch gereicht. Der Nanzen-en ist ein kleiner separater Garten und auf dem größeren Gelände finden sich verschiedene weitere kleinere abgetrennte Bereiche und ein Aquädukt aus dem 19 Jh. im europäischen Stil. Nach einer Rundumschau fuhr ich mit der U-Bahn nach Hause und kam noch am Zoo vorbei.

Aquädukt beim Nanzen-ji
Der Nanzen-en