Da da da Life in America

7. Mai 2016 1 Von maikesarah

Das im Titel ist eine Leonard-Bernstein-Referenz. Am Ende der Osterferien, gab es dann noch mal eine orgaisierte Reise, diesmal in den Norden der Vereinigten Staaten, genauer Seattle.

Die Fahrt nach Seattle ist nun wirklich nicht lang, gerade mal zwei Stunden und ein paar Zerquetschte, aber mit der Grenze kann man da noch mal locker eine dreiviertel Stunde draufpacken. Ich bin ja überhaupt nicht daran gewöhnt beim überqueren einer Landgrenze mit allem drum und dran kontrolliert zu werden (also mit Pass und Stempel, Gepäck und eventuell Fragen zum Zweck des Aufenthalts). Außerdem muss man elendig viel Papierkrieg machen um einreisen zu können.

Unser erster Stopp, war nicht das eigentliche Seattle, sondern die Seattle Shopping Mall. Ein sehr schönes Einkaufszentrum, mit vielen verschiedenen Läden und sogar einigen, die ich als ungewöhnlich bezeichnen würde Ich verstehe nur nicht, wie man in einem der regnerischsten Teile des Landes, eine Mall aus Pavillons zusammensetzen kann, wobei nur ungefähr ein Drittel der Gänge überdacht sind… Ich verstehe es wirklich nicht. Habe mich natürlich auch umgeschaut aber kaum was gekauft, da amerikanische Designerketten ja gerne mal sagen: „L? Wer ist denn schon größer als 1,60 m oder wiegt mehr als 65 kg bzw. hat das Gewicht an nicht von uns vorgegebenen Stellen? Pff L oder größer brauchen wir nicht!“ Oder wenn die L haben, dann entspricht das dem was ich normalerweise zwischen M und S bekomme, was mich dann schon irgendwie ankotzt, weil das dann im Endeffekt doch schöne Klamotten sind.

Danach sind wir dann nach Seattle weitergefahren und haben im Hotel eingecheckt. Bin dann am Nachmittag noch mit einer kleineren Truppe ein bisschen durch Seattle getigert, wobei gerade eine animefokussierte Comic Con war, man also die verschiedensten Leute, und vor allem Cosplays, gesehen hat. Vor allem waren verdammt viele da.  Am Abend ging es dann auf das Space Needle; da in diesem Moment meine Kamera beschlossen hat, dass es zeit ist, die Batterie zu leeren, hat sie sich verabschiedet weswegen ich keine richtig guten Photos von Seattle habe. Das Space Needle, abgesehen vom abgespaceten Aussehen (meine Güte war der schlecht), ist nicht besonders beeindruckend. Klar man kann am Abend die Lichter der Stadt gut sehen, und es gibt natürlich auch allerlei vornehme Technik, aber das Ding ist echt nicht hoch und die Kameras, mit denen man etwas besser sehen sollte, sind noch schlechter als mit normalen Augen runterzusehen. Außerdem kann man halt echt nicht weit sehen, da es oft neblig ist. Da habe ich schon Besseres gesehen.20160326_090556

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Morgen ging es dann ins sogenannte Musikmuseum, obwohl es mehr von einem moderne Kultur Museum hatte. 20160326_091540

Auf jeden Fall das Beste am Seattle-Ausflug! Ich persönlich kann jetzt nicht so viel mit einer Ausstellung über Jimi Hendrix oder Nirvana was anfangen, aber die Gitarrensammlung, die sie hatten war sehr schön und es gab auch ein Kunstwerk aus Instrumenten. Was mich sehr begeistert hat, waren drei „Genreausstellungen“. Einmal Science Fiction mit Raumschiffdesign und so ziemlich allen wichtigen Serien und Filmen sowie Material aus den selbigen. Mit Raumschiffdesign meine ich, dass die Ausstellung so aussah, als würde man sich in einem Raumschiff befinden und alles als eingesammelte Exponate betrachten. Dann eine Fantasy-Ausstellung, auch natürlich mit entsprechendem Equipment und Design der Ausstellungsräume. Ich sag nur dass die Tür verdächtig an Hobbingen erinnerte. Dann als drittes eine Horrorfilmausstellung mit Altersbegrenzung von 13 Jahren. Da Horrorfilme nicht so meins sind konnte ich dafür jetzt nicht so viel Begeisterung wie für die beiden anderen aufbringen, aber sie war auf jeden Fall sehr gut gemacht und hatte auch selbst den Flair eines Horrorfilms, mit Personaltür hinter der man eine Kettensäge und Schreie gehört hat etc. Sonst gab es noch eine HelloKitty Ausstellung, da ich aber HelloKitty mit vollem Herzen verabscheue, habe ich mir das gar nicht erst angetan. Aber was soll man machen; Westküste mit vielen Asiaten da kommt sowas schon mal zusammen. Dafür gab es eine endgeniale Ausstellung die sich Indiegames nannte und das auch war. Das beste war dass man die Spiel spielen konnte, wobei einige einfach nur creepy waren (kein deutsches Wort beschreibt diese Mischung aus gruselig und schräg auf die selbe Weise). In einem sehr schönen Spiel aus Schweden spielt man eine Luchsmutter und muss für die Jungen jagen und Fressfeinde vertreiben und in einem anderen bewegt man sich, da man nichts sehen kann mit Hilfe von Schallwellen fort und muss vor irgendetwas Gefährlichem weglaufen. Natürlich gab es auch ein Mysteryspiel in Schwarz und Weiß, sehr 20er, und ich bin auch ganz gut vorangekommen, bis zu dem Punkt, an dem ich nicht kapiert habe, dass da ein Geist in der Luft hängt, und damit meine ich erhängt, und man besser weglaufen sollte, was ich nicht gemacht habe und deswegen von einem Geist mit Horrorgekreische getötet wurde (da man Kopfhörer getragen hat, war das echt erschreckend).

Also nach diesem sehr langen Text ging es dann wesentlich schneller zurück über die Grenze und damit war ich dann auch schon mal in den USA. YAY!