Tagestrip: Amanohashidate

4. Oktober 2024 0 Von maikesarah

Japans drei traditionell schönste Ansichten sind die Bucht von Matsushima, der Itsukushima-jinja auf Miyajima und Amanohashidate. Von Kyōto aus ist letztere Ansicht trotzdem, dass sie in derselben Präfektur liegt nicht unbedingt leicht zu erreichen. Es gibt zwar einen direkten Schnellzug, dieser fährt jedoch nur wenige Male am Tag und teilweise nicht auf Gleisen der JR, was selbst mit einem Railpass zu extra Gebühren führt. Die Himmelsbrücke (天橋立) ist eine Sandbank, die der Legende nach entstanden ist, als die von Izanagi und Izanami geschaffene Brücke vom Himmel zur Erde den beiden Gottheiten ins Wasser fiel. Durch ihre relative Abgeschiedenheit ist der Bereich um Amanohashidate noch relativ touristenleer, es gibt aber auch nicht besonders viel zu tun, außer die Sandbank anzuschauen und sie entlang zu spazieren, was ich persönlich aber ganz angenehm fand.

Der Hashidate Express nach Amanohashidate braucht ungefähr zwei Stunden

In Amanohashidate angekommen machte ich mich erst einmal zur Sandbank selbst auf und genoss das sehr angenehme Wetter mit bewölkten 27 Grad und etwas Wind und ging etwas am Meer spazieren. Für eine vollständige Überquerung fehlte mir leider etwas die Zeit, aber ein Mittagessen später blieb mir noch genügend Zeit für einen kurzen Besuch beim lokalen Chion-ji und etwas Souvenirshoppen, was jedoch in Ermangelung wirklich lokaler Spezialitäten zumindest nicht zu viel zu meinem Gepäck hinzufügte.

In Inlandsrichtung
Mittag: Muscheln auf Reis mit Muschelsuppe und etwas Zarusoba
In Richtung offenes Meer
Was ich am Strand gefunden habe
Am Chion-ji

Um den klassischen Anblick zu genießen muss man allerdings etwas in die Höhe steigen, um das Bild einer Brücke zu erhalten. Heutzutage gibt es für diesen Zweck nicht nur eine Monorail und einen Einersessellift aus der Zeit vor jeglichen Sicherheitsvorkehrungen sondern oben auch, wie könnte es anders sein, einen kleinen Vergnügungspark, der allerdings mehr traurig als etwas anderes ist und aus einem mir unerfindlichen Grund ständig mit Barockmusik beschallt wurde. Die Fahrt nach oben lohnt sich aber trotzdem deutlich, da der Ausblick sehr schön ist, auch wenn ich gerade so in die Monorail reingepasst habe und mir am Sessellift den Kopf gestoßen habe.

Die eigentliche Ansicht von Amanohashidate
Ein bisschen Softeis mit Süßkartoffelchips