Seison-kaku
In der Nähe des Kenroku-en gibt es nicht nur eine hohe Konzentration an Museen, sondern auch einige andere Sehenswürdigkeiten, von denen die Villa Seison-kaku und das Ishiura-jinja mit zugehörigem Hirosaka Inari-jinja ein paar sehr schöne Beispiele sind.
Die Villa Seison-kaku wurde im 19. Jh. für eine der Frauen der Maeda-Familie gebaut und hat neben einem exquisit ausgestatteten Hauptgebäude auch noch einige kleinere Gärten zu bieten. Fotos dürfen nur von den Gärten gemacht werden, aber auch das Interieur ist sehr zu empfehlen. Während ich dort war fand außerdem eine kleine Ausstellung von Sommerkleidung statt. Grundsätzlich fand ich, dass hier die Schönheit über Prunk und Protz gestellt wurde.
Im Erdgeschoss sind vor allem die Schiebetüren sehr schön anzusehen. Jeder Raum hat unterschiedliche Malereien auf den unteren Holzsegmenten der Schiebetüren und wird danach bezeichnet, so heißt der Raum mit Schmetterlingen auf den Türen Schmetterlingsraum. Die ausgestellten Stücke umfassen neben Kimono und verschiedensten Utensilien des täglichen Oberschichtsbedarf auch einige sehr fein gearbeitete Haarnadeln aus Schildkrötenpanzer, deren Motivik vor allem verschiedene Blüten und Vögel umfasste. Der zweite Stock glänzt vor allem durch etwas recht ungewöhnliches, nämlich tief gefärbte Wände. Violett, blau und rot wurden für Wände und Decken eingesetzt, was in Japan recht ungewöhnlich ist. Zwar ist der Preis von 700 Yen im japanischen Vergleich recht hoch, und die englischen Texte sind eher naja, aber trotzdem lohnt sich ein Besuch definitiv.

Der Ishiura-jinja steht auf einem kleinen Gelände, und ist recht zugepflastert mit Zelten für regelmäßige Spendenaufrufe für die Noto-Halbinsel. Neben dem ganz schönen Hauptgebäude ist der zugehörige Hirosaka Inari-jinja mit für einen Nebenschrein recht großem Anteil sehr schön anzusehen. Außderdem verfügen beide Schreine über schöne Goshuin, für die sich 500 Yen sehr lohnen.