Finale Rundreise (Shikoku): Matsuyama

20. März 2023 0 Von maikesarah

Letzte Präfektur, vorletzte Station: Matsuyama in der Präfektur Ehime, bekannt für ihre Mikan (im weitesten Sinne Mandarinen) und dafür das Setting für den Roman „Bocchan“ zu sein. Von Kōchi aus ging es dieses Mal mit dem Fernreisebus los, da eine Zugreise mehr als den halben Tag gebraucht hätte, so schön die Meeresstrecke auch gewesen wäre. Da es außerdem regnete, gab es auch hier nicht so viele gute Fotomomente, obwohl die zwischen den Bergen hängenden Wolken trotz manchmal betonierten Bergflanken ganz nette Perspektiven eröffneten.

Wolken und Nebel in Berghängen hängend

In Matsuyama angelangt ging es auch hier zum Schloss, dass zu einer der größten Anlagen gehört, die ich in Japan gesehen habe. Obwohl von den Gebäuden nicht mehr viel stand, zog sich die Anlage über den gesamten zentralen Berg und hatte beeindruckende Burgmauern und schöne Gärten zu bieten. Am ersten Tag beschränkte ich mich auf den Stadtpark und die unteren Level. Auch in Matsuyama war es vergleichsweise leer, da nicht Hochsaison war.

Erster Burggraben
Wer hätte es gedacht? Ume
Verschiedene Zitrusfrüchte frisch nach Regen

Am zweiten Tag, der wieder mit blendendem Wetter glänzte, ging es schließlich den ganzen Berg hinauf bis zu den zentralen Gebäuden. Hier gab es erstmal Mikansaft und lecker Mittag, bevor ich mir das Innere der verbliebenden Gebäude ansah. Es gab einige interessante Ausstellungsstücke, allerdings war der Bau in seinem jetzigen Zustand nie bewohnt gewesen, was der Atmosphäre etwas abtat. Interessanterweise gehört Matsuyama-jō aber noch zu den Schlössern, die in der Planungsphase eine reale Verteidigungsfunktion angedacht hatten, weswegen auch die Maueranlagen recht beeindruckend sind.

Mauern und Mauern
Licht und Schatten auf dem Weg nach oben
Lokale Mikan und etwas Süßes
Ume vor Bambus
Eine meiner Lieblingsperspektiven
Einlegearbeiten haben einfach was
Noch etwas Weitblick

Im sicher unsichersten Lift meines Lebens (einem Einsitzer Sessellift ohne Gurt und nur auf einer Seite über das Seil gehängt) ging es auf der anderen Seite den Berg wieder hinunter und in Richtung der Onsen und damit dem Stadtteil, der das Setting des in Japan recht bekannten Romans „Bocchan“ bildet. Die Quellen waren sehr entspannend und die Shōtengai schön anzusehen. Auch an historischen Gebäuden gab es so einiges, das meiste leider gerade in Renovierung befindlich. Mit der Tram ging es dann zum Hotel zurück.

Historische Lok
Und historische Clock
Innenhof eines Onsen im Stil der Asuka-Zeit
Avocado-Burger mit guten Fries