Finale Rundreise (Tōkyō): Tagestrip Kamakura

19. März 2023 0 Von maikesarah

Den letzten Ausflug von Tōkyō aus unternahm ich in das historisch erste Machtzentrum außerhalb Kyōtos; Kamakura. Bekannt vor allem für den großen Outdoor-Buddha und einige der ältesten Zen-Tempel Japans geht es hier um Historie und Architektur. Wie nach Nikkō dauert die Anreise mit dem Zug ungefähr zwei Stunden. Die große Attraktion, zu der alle hinströmen ist der Daibutsu. Er ist nicht ganz so groß und detailreich wie der in Nara, steht aber unter freiem Himmel und ist normalerweise betretbar, was wegen Corona natürlich nicht erlaubt war. Theoretisch gibt es einen zugehörigen Tempel, der ist aber in seinen betretbaren Bereichen eigentlich nur Beiwerk zur großen Statue, die klar das Zentrum des Geländes bildet. Und noch ein großer Pluspunkt im Vergleich zu Nara: Man darf Fotos machen.

Wächter am Eingang
Buddha Runde eins
Buddha Runde zwei aus der Nähe
Für einen Brunch ins Café

Zum etwas frühen Mittagessen ging es in ein knuffiges Café mit dessen Besitzerin ich mich noch ganz nett unterhielt und die noch den Tipp auf Lager hatte, für Bonsai nach Saitam zu gehen. Weiter ging es zum lokalen Hachiman-gū, der tatsächlich den Kopf der Hachiman-Schreine darstellt. Dies ist relativ ungewöhnlich, da die meisten Hauptschreine in Kyōto liegen, so zum Beispiel Inari- und Tenjin-Schreine. Wie auch der Bereich um den Daibutsu war dieses Areal und die auf den Schrein zuführende Omotesandō sehr voll, auch da es Wochenende mit blendendem Wetter war. Der Hachiman-gū hatte einige schöne Bauten und ein Schatzhaus mit einer schönen Auswahl an Wandschirmen (wieder keine Fotos). Auch den Glücksgöttern werden hier einige Dinge gewidmet und es gab ein Museum zu Taiga-Dramen, in das ich aber nicht ging, was aber sehr gut zu Kamakura passt.

Wenn die Sonne perfekt fürs Foto steht
Bekannter und viel dargestellter Treppenaufgang
Ein paar Koi im Gartenteich

Letzte Station war schließlich der Kenchō-ji, der älteste Zen-Tempel Kamakuras aus dem 12. Jahrhundert. Die gesamte Anlage konnte ich nicht erkunden, da ich eine Stunde Fußweg von und zum Bahnhof zurücklegen musste, aber die einige schöne Teile konnte ich trotzdem besichtigen. Die Tore, für die der Tempel unter anderem bekannt ist, sind ungewöhnlich, da sie im chinesischen Stil und nicht im japanischen errichtet sind. Auch einige ältere hölzerne Buddha-Statuen lassen sich ansehen. Wie von einem Zen-Tempel zu erwarten ist die sonstige Dekoration eher gering gehalten. Das Gelände ist aber auf jeden Fall schön, und es gibt ein kleines angeschlossenes Restaurant mit buddhistischer Küche in dem ich mir vor der Rückkehr nach Tōkyō noch ein frühes Abendessen gönnte.

Beweisfoto
Besagtes chinesisches Tor
Erste Ume-Blüten im Garten
Wasser mit Gemüse für die Extra-Frische
Exzellentes Gingerale
Vegetarisch mit Berggemüse