Finale Rundreise (Tōkyō): Tagestrip Nikkō

19. März 2023 0 Von maikesarah

Für den ersten von zwei geplanten Tagestrips ging es etwas in den Norden nach Nikkō. Diese kleinere Stadt in den Bergen hat neben den fast schon obligatorischen heißen Quellen vor allem das Grab und den Schrein Tokugawa Ieyasus zu bieten. Mit dem Zug erreicht man den Ort von Asakusa aus in ungefähr zwei Stunden und vor Ort kann man sich sehr gut zu Fuß bewegen, auch wenn es Busse gibt.

Am Skytree vorbei
und rein in die Berge (auf den umliegenden Gipfeln sogar mit Schnee)

Nach einer halben Stunde zu Fuß entlang der Hauptstraße kam ich an einer älteren Institution an, als dem Familienschrein der Tokugawa, nämlich einer alten Brücke, die mit einem Schrein aus dem 8. Jahrhundert in Verbindung steht und zusammen mit einigen Tempeln unter das lokale Weltkulturerbe fällt. Natürlich ist die Brücke für Matchmaking bekannt und natürlich kostet der Eintritt, aber man kann einige schöne Perspektiven von dort aus erreichen.

Besagte Brücke
Blick von der Brücke

Zum Tokugawa-Schrein ging es durch ein Tempelgelände wieder zu Fuß, was da ich unter der Woche da war angenehm leer war. Der Schrein selbst ist einer der größeren Komplexe, die ich in Japan (zumindest was die Bebauung angeht) gesehen habe. Nicht der gesamte Bereich ist nur gegen Geld zu betreten, aber wenn man die bekannten und schönen Holzschnitzereien sehen möchte so sind es zusammen mit dem zugehörigen Museum schon happige 1200 Yen. Die Gebäude sind ausnahmslos erstaunlich prunkvoll für einen Schrein. Selbst die repräsentativen Kaiserschreine der Meiji-Zeit sind vor allem in ihrer Grundstruktur imposant, aber in Nikkō gibt es viel Gold, bunte Schnitzereien, die man sonst nur aus den Schlössern kennt und einiges ist verschnörkelt.

AUf dem Weg zum Tōshō-gū
Stockwerke der zugehörigen Pagode
Erstaunlich akkurate Elefanten
Die drei wohl berühmtesten Affen
Die bekannteste Katze
Hände hoch, wer beim Stil dieses Tores irgendwie an Barockkirchen denken muss
Tor zum eigentlichen Grabbereich etwas zurückhaltender

Nach einem kurzen Abstecher zum Futarasan-jinja, der einige schöne heilige Bäume beherbergt ging es in Richtung Mittagessen, was in diesem Fall ein sehr guter Buchweizenpfannkuchen mit Spinat und etwas Schinken war.

Dazu noch etwas Salat und Suppe
Etwas Himbeersoda

Das Café war nett in einem traditionellen Haus eingerichtet, was nur leider hieß, dass die Wärmeverteilung recht ungleichmäßig war. Letzte Station des Tages war die lokale kaiserliche Villa/Sommerhaus, das eigentlich aus mehreren verschiedenen Villen verschiedener Familien zusammengesetzt war. Thema war natürlich die kaiserliche Familie, aber Inneneinrichtung und Garten waren auch sehr schön anzuschauen.

In Vorbereitung auf das baldige Hina-Matsuri
Ume-Bonsai
Blick nach draußen
Mehr Hina-Matsuri
Auf dem Rückweg zum Zug ging dann schon die Sonne unter