Kemari und Onmyō Schreine

25. Februar 2023 0 Von maikesarah

Am folgenden Sonntag hatte ich mir noch zwei Schreine in Uninähe ausgesucht, die jeder auf ihre eigene Weise recht interessant sind. Der Shiramine-jingū ist fast exklusiv Ballsportarten gewidmet, darunter Fußball und Rugby aber ganz im besonderen auch Kemari, eine Ballsportart der Adeligen aus der Heian-Zeit, zu der es auch am Schrein manchmal Vorführungen gibt. Auch auf den goshuin (dekorativen Stempeln) des Schreins sind Kemari-Spieler zu sehen. Ein recht kleines Gelände mitten in der Stadt, aber schon allein wegen der spezifischen Designierung witzig.

EIngang zum Shiramine-jingū
Inneres des Shiramine-jingū

Der zweite Schrein steht ganz im Zeichen des Onmyōdō oder auch nur Onmyō, einer Mischung verschiedener Exorzismus-, Wahrsage- und Beschwörungstechniken, die im Endeffekt auf der Lehre der 5 Elemente sowie Yin und Yang aufbauen. Der Seimei-jinja ist Abe no Seimei gewidmet, einem bekannten Onmyōji, der während der Heian-Zeit am Kaiserhof und damit auch den Fujiwara diente. Kurz nach seinem Tod wurde der Schrein vom damaligen Kaiser zu Seimeis Ehren errichtet. Onmyōdō ist heutzutage primär im Volksglauben präsent und vor allem in Wahrsagerei zu finden. Der Schrein ist insofern gut besucht und beliebt. Das Pentagramm, Zeichen der 5 Elemente, findet sich viel am Seimei-jinja.

Pentagramm am Torii des Seimei-jinja
Frontalblick auf den Seimei-jinja

Auf dem Weg von und zu den Schreinen kam ich aber auch noch an einem kleinen Gebrauchtwarenladen vorbei. Dieser hatte einige kleine Dinge im Angebot und so gab es dann doch noch etwas mitzunehmen. Zum Mittagessen schließlich ging ich in ein kleines Café, das alles mit Zitrone zubereitet. Für das wieder recht warme Wetter genau angemessen.

Stäbchenablage
Kleine Holzbox mit Einlegearbeiten
Teedose aus Porzellan
Café mit Zitronenthematik
Verdienter Lemonsquash nach 27 Grad im Oktober