Shogunzuka Seiryūden
Einer meiner noch möglichen Ausflüge am Dienstag Nachmittag führte mich auf einen kleinen Berg und dessen Aussichtsplattform im Osten Kyōtos hinter dem Chion-in. Der Name Shogunzuka bezieht sich auf den Hügel, Seiryūden bezeichnet die Halle des blauen Drachen, die Teil des Shōren-in ist, zu dem auch das Gelände selbst gehört. Neben einer Straße, auf der im November und an den Wochenenden ein Bus verkehrt, kommt man nur zu Fuß (oder per teurem Taxi) nach oben. Der Waldweg ist Teil eines lokalen Netzes aus Wanderwegen und beginnt etwas versteckt. Zum Glück mit wenig Treppen und vielen Kurven ausgestattet, lässt sich der Berg leicht in ungefähr einer halben Stunde besteigen. Der westliche Weg lohnt sich am Nachmittag aufgrund toller Lichtverhältnisse und fehlender Abzweigungen, an denen man sich verirren könnte. Solange man gut vor Einbruch der Dunkelheit unterwegs ist, lohnt es sich, auf den sporadischen Bänken zu verweilen, nach Dunkelheit sollte man vorsichtig wegen Wildschweinen sein.


Kurz vor dem Gipfel muss man nochmal etwas aufpassen, da es doch einige Abzweigungen gibt, aber zum Glück gibt es Google Maps und meist auch gut verständliche Schilder. Nach kurzem Eintrittzahlen kann man sich oben auf das eigentliche Tempelgelände begeben, dass im November auch eine abendliche Laubbeleuchtung hat. Es gibt einige Denkmäler innerhalb des Geländes, aber die Hauptattraktionen für Besucher sind neben einem kleinen Gartenbereich die beiden Aussichtsplattformen, die nach Norden und Westen ausgerichtet sind. Die westliche ist die höchste auf Kyōtoer Stadtgebiet und gibt einen wunderschönen Blick auf Sonnenuntergänge.


Da mir ein Taxi zu teuer war und der Bus nicht fuhr, ging ich zu Fuß an der Straße entlang östlich bis zur U-Bahn. Touristisch ist das Gelände praktisch nicht besucht, man trifft eigentlich nur Wandergrüppchen oder Pilger, was das Ganze zu einer recht entspannenden Erfahrung macht.
