Die Londoner Symphoniker in Kyōto
Als letztes Event vor dem Semesterstart im Herbst gönnte ich mir noch etwas Besonderes. Im Zuge der Herbstkonzertreihe kam das Londoner Symphonieorchester zusammen mit Sir Simon Rattle als Dirigenten nach Kyōto, wozu ich mir Tickets gekauft hatte. Leider waren zu jenem Zeitpunkt einzig noch S-Rang, der teuerste übrig, aber den Preis war mir diese doch recht einmalige Gelegenheit dann doch wert.

Gespielt wurde „Der Korsar“ von Hector Berlioz, Fanfare und Traum aus Claude Débussys „König Lear“, „La Valse“ von Maurice Ravel und nach einer Pause als Hauptteil die siebte Sinfonie Anton Bruckners. In der Pause wurden auch verschiedene CDs und DVDs von Aufnahmen des Dirigenten und des Orchesters, sowie des Dirigenten mit anderen Orchestern verkauft.
Da das Konzert im Gegensatz zu einigen anderen um 19 Uhr begann, gönnte ich mir zunächst noch etwas Abendessen im zur Konzerthalle gehörenden Café, das für ein Konzerthaus preislich annehmbar war.

Dank der recht teuren Karte hatte ich einen exzellenten Platz und einen guten Blick auf das gesamte Orchester. Aufnahmen in der Konzerthalle waren leider nicht nur während der Vorstellung, sondern auch davor, danach und während der Pause verboten, weswegen es keine Innenraumbilder gibt. Ohne große Einführung ging es mit dem „Korsar“ los und ich muss wirklich sagen, dass es das mit Abstand beste Orchester war, dass ich in meinem Leben bisher gehört habe. So präzise Streicher habe ich noch nie vorher gehört. Die Stücke waren allesamt recht nah an der Romantik dran, wobei Ravels Walzer das musikalisch deutlich modernste Stück war. Bruckner war ein wahrlich romantischer Wall und im Finale wurde nochmal alles aus dem Orchester rausgeholt, was ging. Verdienterweise gab es am Schluss auch einige Standing Ovations.
